7 Tipps – Gesund mit Deinem Hund durch den Winter

Wenn es draußen kälter wird, es schneit, friert oder regnet müssen nicht nur wir Menschen uns auf die kalte Jahreszeit einstellen. Auch manche Hunde reagieren auf die Kälte empfindlich, besonders Stadthunde, kranke Hunde oder Hunde mit dünnen Fell, die kaum Unterwolle besitzen.

Mit ein paar Tipps wird das Spazierengehen in der Kälte trotzdem ein Vergnügen.

7 Tipps – Gesund mit Deinem Hund durch den Winter

1) Pfotenpflege - Vorsicht bei Streusalz auf Gehwegen und Straßen

Sobald es friert und schneit wird häufig Streusalz auf den Gehwegen und Straßen verteilt. Ein gutes Mittel gegen das Ausrutschen, aber für die empfindlichen Hundepfoten kann es oft zu Entzündungen, Rissen und Reizungen führen. Das Salz kann sich an den Pfoten und Zwischenräumen festsetzen. Damit es nicht soweit kommt, solltest Du nach jedem Spaziergang die Pfoten Deines Hundes kontrollieren, die Salzreste mit klaren und lauwarmen Wasser abspülen und die Pfoten gut abtrocknen.

Besitzt Dein Hund langes und dichtes Fell zwischen den Pfotenballen und Krallen, dann kannst Du das Fell vorsichtig an diesen Stellen stutzen, damit sich dort das Salz oder große Schnee- und Eisklumpen nicht festsetzen können.

Aber nicht nur für die empfindlichen Hundepfoten kann das Salz problematisch werden. Oft schlecken sich Hunde die Pfoten, nach dem Spazierengehen, ab. Durch die erhöhte Salzaufnahme kann es zu einer Magen-Darm-Reizung kommen.

Pfotenpflege

2) Wie merke ich, dass mein Hund friert?

Ja, auch Hunde können, trotz Fell, frieren. Dass Dein Hund friert kann verschiedene Gründe haben. Zum einen besitzen manche Hunderassen nur ein sehr dünnes Fell und kaum Unterwolle. Durch die dünne Haarstruktur und fehlenden Unterhaare, sind diese Hunderassen nur bedingt vor den Umwelteinflüssen geschützt und frieren daher schneller, als Hunde, die mit dicken Haaren und Unterwolle ausgestattet sind.

Ein weiterer Grund könnte sein, dass Dein Hund sehr schlank ist und keine schützenden Fettreserven unter der obersten Hautschicht hat, die ihn vor der Kälte schützt. Da manche Hunderassen von Natur aus eine schlanke Figur haben, fällt die Unterernährung manchmal gar nicht auf.

Falls Dein Hund schnell friert, ist es zu empfehlen, Deinen Tierarzt nach dem idealen Körpergewicht zu fragen.

Weitere Gründe für das Frieren könnten sein, dass das Immunsystem Deines Hundes geschwächt ist, er unter einem Parasitenbefall leidet oder er unter einer anderen Krankheit wie zum Beispiel Arthrose oder einer anderen Gelenkproblemen leidet.

Das Zittern ist ein unverkennbares Zeichen dafür, dass Dein Hund friert. Außerdem ziehen sie häufig die Rute ein, wirken steif und verspannt und schmiegen sich häufig beim Spazierengehen an Deine Beine an.

3) Wie kann ich meinen Hund vor der Kälte schützen?

Sollte Dein Hund zu einer der Rassen gehören, die nur ein sehr dünnes Fell und kaum Unterwolle besitzen, könnte ein passender Hundemantel genau das Richtige sein. Entgegen vieler Meinungen, bieten die Hundemäntel einen guten Schutz gegen Nässe und Kälte. Wichtig dabei ist, dass der Hundemantel nicht zu locker oder zu fest sitzt, damit die Bewegungsfreiheit nicht eingeschränkt wird, oder Dein Hund nicht mit dem Mantel beim Toben hängen bleibt. Außerdem sollte der Mantel wasserabweisend und atmungsaktiv sein. Praktisch sind Hundemäntel, die mit Reflektoren für die Dunkelheit versehen sind.

Hund mit Hundemantel
Hundemantel

Von Hundepullovern aus Baumwolle oder anderen Materialien, die schnell nass werden können, raten wir, als Schutz gegen die Kälte, ab. Sie bewirken nämlich genau das Gegenteil, denn Materialien wie Baumwolle werden schnell nass, sind nicht wasserabweisend und trocknen nur sehr langsam. Dadurch besteht die Möglichkeit, dass Dein Hund noch schneller auskühlt und sich eine Erkältung oder Blasenentzündung zuzieht.

4) Kann sich mein Hund erkälten?

Auch Hunde können sich bei nassen und kalten Wetter erkälten oder sich eine Blasenentzündung zuziehen.

Eine Erkältung erkennst Du daran, dass der Hund häufiger nießt, hustet, leichtes Fieber hat und ein Ausfluss aus der Nase austritt. Oft sind Hunde dann auch müde, lustlos und haben keinen oder kaum Hunger.

Damit sich Dein Hund schnell wieder von seiner Erkältung erholen kann, ist ein kuscheliger, warmer und trockener Schlafplatz sinnvoll. Außerdem solltest Du ihm nach jedem Gassi gehen gut abtrocknen und darauf achten, dass er ausreichend trinkt. Sollte das Fieber schlimmer werden, er die Nahrung mehr als zwei Tage verweigern und auch sonst keine Besserung auftritt, dann solltest Du auf jeden Fall einen Tierarzt aufsuchen.

5) Darf mein Hund Schnee fressen?

Viele Hunde lieben es im Schnee rumzutoben und zu spielen. Dabei kommen sie ab und zu auch auf die Idee den Schnee zu fressen. Bleibt es bei einer geringen Menge Schnee, macht das dem Hund meistens nichts aus. Große Mengen Schnee hingegen können gesundheitliche Probleme auslösen. Der eiskalte Schnee kann zu eine Reizung von Rachen, Magen und Darm führen. Die Symptome sind Erbrechen und Durchfall. Der Schnee kann zusätzlich noch mit Schadstoffen, Streusalz oder anderen Erregern versehen sein, die auch zu Krankheiten führen können. Fangspiele mit Schneeballwerfen animieren viele Hunde zum Schneefressen und sollte aus diesem Grund besser vermieden werden.

Sollte Dein Hund eine große Menge Schnee gefressen haben, und er übergibt sich im Anschluss daran, dann sollte er für ca. zwei Stunden weder Fressen noch Wasser trinken, damit sich der Magen wieder beruhigen kann. Danach kannst Du versuchen ihm entweder Wasser mit einer Prise Salz oder lauwarmen Kamillentee zu geben. Fressen sollte Dein Hund, am besten Schonkost, erst wieder zwölf Stunden nach dem letzten Erbrechen. Verbessert sich jedoch sein Gesundheitszustand nicht bis zum nächsten Tag, dann solltest Du umgehend einen Tierarzt aufsuchen.

6) Benötigt das Fell meines Hundes eine besondere Pflege im Herbst und Winter?

Im Herbst beginnt bei vielen Hunderassen der Fellwechsel. Deinen Hund kannst Du durch häufiges Kämmen und Bürsten dabei unterstützen. Dabei entfernst Du abgestorbenes Haar, die Luft kann dadurch besser zirkulieren. Das ist wichtig für die Wärmeregulation des Fells.

Auf häufiges Baden Deines Hundes solltest Du in der kalten Jahreszeit verzichten, damit die körpereigene Fettschicht der Haut nicht zerstört wird. Sie schützt Deinen Hund vor Nässe und Kälte. Ist Dein Hund nach dem Spazierengehen nass und matschig, dann trockne ihn gründlich ab und befreie ihn gegebenenfalls von Schnee- und Eisklumpen. Mehr zum Thema Fellwechsel im Herbst kannst Du hier nachlesen.

7) Worauf muss ich während des Spazierengehens achten?

Während des winterlichen Spaziergangs sollte Dein Hund immer in Bewegung bleiben, damit er ausrechend Körperwärme produzieren kann. Apportier- und Fangspiele halten Dich und Deinen Hund in Bewegung. Wenn es zu dunkel ist, oder der Platz für Outdoor-Spiele fehlt, solltest Du zügig gehen und längere Pausen vermeiden, damit Dein Hund nicht die Möglichkeit hat sich zu oft hinzusetzen oder hinzulegen.

Die Länge des Gassi Gehens solltest Du an die Verfassung Deines Hundes anpassen. Fängt Dein Hund an zu Zittern und friert, ist es ratsam den Heimweg anzutreten. Ganz besonders kleine Hunde, Welpen, kranke oder alte Hunde kommen mit der Kälte nicht ganz so gut zurecht. Bei Ihnen bietet es sich an, lieber mehrmals am Tag kleinere Spaziergänge zu machen.

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