Die richtige Hundeernährung für Senior Hunde

Alterungserscheinungen trifft nicht nur uns Menschen. Hunde sind ihnen auch unterworfen. Hunde altern jedoch unterschiedlich. Große Hunderassen gelten schon ab einem Alter ab sechs Jahren als Senior, wohingegen kleine Hunderassen erst ab einem Alter ab zehn bis zwölf Jahren als Senior bezeichnet werden. Eine exakte Antwort auf die Frage „Ab wann ist mein Hund ein Senior?“ gibt es daher nicht. Der Zeitpunkt des Alterns ist oft für die Hundebesitzer nicht direkt erkennbar. Ein unübersehbares Zeichen ist jedoch, dass das Fell an der Schnauze und um die Augen herum grau wird.

Zusätzlich beeinflusst auch der Ernährungsstand Deines Hundes das Altern. Schlanke und gesund ernährte Hunde leben länger als dicke Hunde. Daher ist es wichtig, die Hundeernährung auf die veränderte Lebensphase Deines Senior Hundes anzupassen. Aus diesem Grund gibt es spezielles Senior Hundefutter, das auf die Bedürfnisse Deines vierbeinigen Senior rücksicht nimmt.

Wie erkenne ich, dass mein Hund alt geworden ist?

SeniorHund-Ratgeber

Alte Hunde sind anfälliger für Krankheiten, die Sinnesorgane verschlechtern sich und sie reagieren empfindlicher auf Stress. Die körperliche Aktivität nimmt ab, die Muskeln werden schwächer, das Herz hat eine geringere Leistung, der Hund ist schneller und öfters müde, seine Gelenke verschleißen, das Immunsystem ist nicht mehr so aktiv und das Gebiss wird schlechter.

Um zu vermeiden, dass Dein Hund im Alter durch sein geschwächtes Immunsystem erkrankt, ist es ratsam seine Ernährung den Bedürfnissen dieser Lebensphase anzupassen.

Dein Hund hat, durch seine reduzierte Aktivität, einen geringeren Energiebedarf. Jetzt einfach kleinere Portionen von dem gewohnten Hundefutter weiter zu füttern wäre falsch. Zwar verfütterst Du Deinem Hund weniger Kalorien, aber gleichzeitig reduzierst Du die wichtigen Nährstoffe wie Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe. Eine Unterversorgung von wichtigen Nährstoffen wäre die Folge.

Ist Dein Hund jedoch immer noch genauso aktiv wie zuvor, dann benötigt er auch nicht weniger Energie. Daher ist eine Verallgemeinerung schwierig. Du erkennst den sinkenden Energiebedarf daran, indem er bei gleicher Fütterung zunimmt und schwerer wird. Übergewicht bei Deinem alten Hund solltest Du unbedingt vermeiden, da das zusätzliche Gewicht nicht nur das Herz sondern auch die Gelenke belastet.

Aber nicht nur Übergewicht ist ein Problem bei Senior Hunden. Das Gegenteil könnte auftreten. Gerade sehr alte Hunde leiden öfters unter Untergewicht. Gründe dafür könnten Abnahme des Geruchssinns, ein schlechtes Gebiss bzw. schmerzende Zähne oder eine andere altersbedingte Krankheit sein, die die Appetitlosigkeit auslösen.

Falls Du bemerkst, dass Dein Hund weniger oder kaum noch etwas frißt und abnimmt, dann lass Dich bitte von Deinem Tierarzt beraten. Er wird Deinen Senior Hund gründlich untersuchen und Dir Hilfestellung bezüglich der Ernährung geben. Eventuell ist eine Umstellung zu speziell, abgestimmten und energiereichen Hundefutter notwendig.

Der Alters-Check für Deinen Senior Hund:

Tierärzte bieten in der Regel sogenannte Alter-Checks für Senior Hunde an. In denen wird nicht nur ein Blutbild Deines gealterten Vierbeiners erstellt, sondern auch eine umfangreiche Allgemeinuntersuchung durchgeführt. Zusätzlich überprüft der Tierarzt noch Hinweise auf typische Alterserkrankungen und der Harn wird untersucht.

Somit kann der Tierarzt, bei regelmäßiger Durchführung des Alters-Checks, direkt erkennen, ob Dein Hund unter irgendeiner altersbedingten Krankheit wie zum Beispiel Arthrose, Zahn- oder Gebiss-Problemen oder einer Nierenerkrankung leidet, und wie man sie behandeln kann.

Falls Du Dir unsicher bist, wie Du die Ernährung auf ein altersgerechtes Senior Hundefutter umstellst, kann der Tierarzt Dir noch Ernährungsratschläge für Deinen Senior Hund geben und mitteilen, welche Nährstoffe Dein Hund benötigt.

Die richtige Hundeernährung für Senior Hunde

Worauf muss ich beim Senior Hundefutter achten?

Da Dein Senior Hund zwar einen geringeren Energiebedarf besitzt, aber gleichzeitig mit gleich vielen Nährstoffen wie jüngere Hunde versorgt werden muss, sind Hundefutter mit geringeren Energiegehalt und hohen Nährstoffgehalt empfehlenswert. Fette sollten im Senior Hundefutter reduziert sein. Im Allgemeinen sollte Senior Hundefutter hochwertig und leicht verdaulich sein. Hochwertiges Hundefutter erkennst Du daran, dass die Inhaltsstoffe exakt benannt und im Detail aufgelistet sind.

Tipps zur Senior Hundeernährung:

  • Geringer Kalorien- und Fettgehalt: Achte bei Deinem Hund auf das Gewicht. Ältere Hunde benötigen nicht mehr so viel Energie, da sie sich weniger bewegen als jüngere Hunde. Zu viele Kalorien und Fette können sich auf die Gelenke und Organe festsetzen und Dein Hund wird zu dick.
  • Ballaststoffe: Ballaststoffe fördern die Darmbewegung. Bei älteren Hunden verändert sich die Darmbewegung und er wird träger. Durch die Ballaststoffe wird der Darm angeregt und der Verdauungsapparat unterstützt. Zu wenig Ballaststoffe im Senior Hundefutter kann zu Verstopfungen führen.
  • Reduzierter Eiweißgehalt: Der Eiweißgehalt sollte in dem Senior Hundefutter nicht zu hoch sein, da die Funktion von Leber, Niere und Stoffwechsel nachlassen. Zusätzlich sollstest Du darauf achten, dass die vorhandenen Proteine aus hochwertigen Quellen stammen.
  • Geringerer Phosphorgehalt: Im fortgeschrittenen Alter verlangsamen sich die Nierenfunktionen Deines Hundes. Um die Nieren zu entlasten und zu unterstützen, ist es ratsam den Phosphorgehalt auf ein Minimum zu reduzieren.
  • B-Vitamine, Zink und Antioxidantien:  Mit Hilfe der B-Vitamine und Spurenelemente wird das Immunsystem Deines Senior Hundes gestärkt.
  • Ausreichend Wasser: Genau wie in jeder anderen Lebensphase Deines Hundes, solltest Du Deinem Senior Hund immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stellen. Falls Dein Senior Hund zu den Wasserverweigerern zählt, kannst Du auch das Senior Hundefutter mit Wasser vermischen. Das hat den Vorteil, dass Dein Hund nicht nur genügend Wasser schon während des Fressens aufnimmt, sondern auch die Ballaststoffe im Magen mehr aufquellen und somit vom Organismus besser aufgenommen werden können.
  • Futteraufnahme vereinfachen: Da sich häufig das Gebiss Deines Senior Hundes verschlechtert, ist es ratsam große Fleischbrocken vor dem Fressen zu zerkleinern, damit Dein Hund es einfacher zerkauen kann. Knochen solltest Du Deinem Senior Hund nicht mehr geben, es besteht die Gefahr, das Zähne abbrechen können. Um die Bildung von Zahnstein zu vermeiden, wird von manchen Herstellern Senior Hundefutter mit Zahnpflege-Effekt angeboten. Deinem Senior Hund mit Kausnacks eine Freude zu machen, solltest Du möglichst vermeiden, da in den Kausnacks ein hoher Eiweiß-Anteil enthalten ist.
  • Regelmäßig füttern: Große Portionen Hundefutter werden nicht mehr so gut vom Verdauungsapparat vertragen. Durch die Verfütterung von kleineren Portionen, aber dafür bis zu viermal am Tag, wird der Organismus und Verdauungsapparat entlastet. Regelmäßiges Füttern, d.h. jeden Tag zum gleichen Zeitpunkt, hilft Deinem Hund, sich auf das Fressen besser einstellen zu können.
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