BARFEN – Die Rohkost für den Hund

BARFEN liegt im Trend bei vielen Hundebesitzern. Viele Hundehalter stellen die Ernährung von ihren Vierbeinern von Fertigfutter, wie Hunde Trockenfutter oder Hunde Nassfutter, auf Frischfutter beziehungsweise Rohfutter um.

Grund für eine Futterumstellung könnten gesundheitliche Probleme des Hundes sein. Oft wollen Hundebesitzer auch einfach nur genau wissen, was in dem Hundefutter enthalten ist.

Bitte beachte, dass uns keine wissenschaftlich fundierte Studie bekannt ist, dass BARFEN tatsächlich gesünder als andere Futtermethoden ist. Viele Experten und Tierärzte empfehlen jedoch BARFEN als gesunde, artgerechte Hundeernährung.

Wenn Du Deinen Hund BARFEN möchtest, sollest Du einige wichtige Regeln beachten, damit Dein Hund weiterhin alle Nährstoffe erhält, die für ein gesundes und langes  Hundeleben wichtig sind.

Was bedeutet die Bezeichnung „BARF“?

BARF oder auch BARFEN ist ein Ernährungskonzept zur Ernährung fleischfressender Haustiere. Die BARF – Methode orientiert sich dabei an die Fressgewohnheiten von Wildhunden, insbesondere von Wölfen.

Den Begriff BARF hat die Kanadierin Debbie Tripp in den 1990ern erfunden. Scherzhaft nannte Sie Haustierhalter, die ihre Hunde oder Katzen mit rohen Fleisch oder Knochen fütterten „Born Again Raw Feeders“, was so viel bedeutet wie, „Wiedergeborene Rohfütterer“.

Im Laufe der Zeit hat der Begriff „BARF“ jedoch seine Bedeutung geändert. Aus „Born Again Raw Feeders“ wurde „Biologically Appropriate Raw Food“, übersetzt bedeutet das, „Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung“.

BARFEN – Was muss ich beachten?

Bevor Du mit dem BARFEN beginnst, solltest Du auf jeden Fall Rücksprache mit Deinem Tierarzt halten. Denn er kann Dir nicht nur Tipps zur Frischfleischfütterung geben, sondern auch exakt sagen, was genau Dein Hund benötigt. Denn das BARFEN muss auf die Hunderasse, Alter und Gesundheitszustand Deines Hundes abgestimmt werden.

Qualitativ hochwertiges Fertigfutter stellen alle wichtigen Nährstoffe für Deinen Hund bereit, wohingegen bei der BARF-Methode alle Nährstoffe und Vitamine von Dir selbst zusammengestellt werden müssen. Daher ist es für Dich aufwendiger, Dein Haustier artgerecht und gesund zu ernähren. Wie schon erwähnt, orientiert man sich an der Fressmethode von denen der Wildhunde beziehungsweise Wölfe. Diese fressen zum großen Teil Rohfleisch. Jedoch benötigt Dein Hund noch andere Nährstoffe, wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, um gesund zu bleiben. 

Wolf beim Fressen

Wölfe beziehen diese Nährstoffe von erlegten Beutetieren. Die Innereien des Beutetiers, zum Beispiel Leber und Milz enthalten Kupfer, Vitamin-A und Eisen. Das frische Blut und die Knochen liefern Natrium, Calcium, Phosphor und Magnesium.

Diese Nährstoffe sind nicht im puren Rohfleisch enthalten und müssen daher aus anderen Quellen beigefügt werden. Das Frischfutter sollte aus ca. 70 Prozent Rohfleisch bestehen, die restlichen 30 Prozent sollten mit Obst, Gemüse und weitere Nähr- und Mineralstoffen aufgefüllt werden.

Außerdem ist es sehr wichtig, einige wichtige Hygieneregeln zu beachten, denn ein nicht sachgemäßer Umgang mit rohen Fleisch kann für Dich und Deinem Hund problematisch werden. Es besteht die Gefahr, sog. pathogene Keime aufzunehmen.
Pathogene Keime sind Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze oder Hefen mit krankmachenden Eigenschaften, die zu Lebensmittelvergiftungen oder Lebensmittelinfektionen bei Deinem Hund oder bei Dir führen können.

Haushalte mit schwangeren Frauen, kleinen Kindern und Menschen mit Immunerkrankungen, ist es ratsam, aufgrund des Hygienerisikos, auf BARFEN zu verzichten.

Außerdem kann der Hund bei der Verfütterung von rohem Schweinefleisch sich mit dem sogenannten „Aujeszky-Virus“ anstecken, welches für den Hund tödlich enden kann. Daher ist absolut davon abzuraten, rohes Schweinefleisch an den Hund zu verfüttern.

Vor- und Nachteile vom BARFEN auf einem Blick

Vorteile des BARFENS

  1. Du weißt genau, was in dem Hundefutter enthalten ist (keine künstlichen Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe, Zucker)
  2. Nicht nur Du ernährst Dich bewusst, sondern auch Dein Hund wird bewusst ernährt
  3. Knochen, die beim BARFEN verfüttert werden, sind gut für die Zähne Deines Hundes
  4. Große Auswahl beim BARF Menü
  5. Schnelles Reagieren auf Überversorgung oder Unterversorgung von wichtigen Mineralstoffen, Nährstoffen und Vitaminen möglich
  6. Glänzendes Fell, gesündere Zähne, weniger Kotausscheidung
  7. Kautrieb wird mehr befriedigt
  8. Geringeres Risiko für Allergien Deines Hundes
  9. Entgegenwirkung von gesundheitlichen Problem

Nachteile des BARFENS

  1. Größerer Aufwand und zeitaufwendiger für Dich
  2. Detailliertes Wissen über die Futtermittelkunde notwendig
  3. Durch Unwissenheit, kann der Hund Unterversorgt oder Überversorgt werden, und dadurch können gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel Magen-Darm Probleme, Durchfall, Zahnbruch oder Verstopfung, ausgelöst werden.
  4. Hygiene-Aspekte müssen, genau wie bei der menschlichen Ernährung, eingehalten werden. Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Futter mit Bakterien und Keimen befallen ist.
  5. Gefahr der Übertragung von Krankheiten, wie zum Beispiel Salmonellen,  Neosporose, Toxoplasmose…
  6. Ist teurer als fertiges Hunde Trockenfutter und Nassfutter

Lagerung und Verarbeitung des Rohfleisches bei der BARF-Methode:

Beim BARF Fleisch solltest Du genau dieselben hygienischen Regeln wie bei dem Fleisch beachten, das für Deinen eigenen Verzehr vorgesehen ist. Das bedeutet, dass Du das Rohfleisch gekühlt aufbewahrst und erst kurz vor der Fütterung Deines Hundes aus dem Kühlschrank heraus nimmst. Benutzt Du eingefrorenes Rohfleisch, nimm das Fleisch erst maximal 2 Tage vor der Fütterung aus der Tiefkühltruhe und tau es im Kühlschrank langsam auf. Dabei sollte das Fleisch nicht komplett luftdicht verschlossen sein.

Vor der Verarbeitung kannst Du das Fleisch mit kaltem Wasser abspülen, um die oberflächlichen Bakterien abzuwaschen.

Die benutzten Küchenutensilien, wie zum Beispiel Messer oder Brettchen, solltest Du direkt nach dem Benutzen gut mit heißen oder kochenden Wasser abspülen. Besser wäre es, wenn Du Dir extra ein Messer und Schneidebrett nur für die Benutzung für das Hundefutter kaufst.

Wenn Du bemerkst, dass die Verpackung des Rohfleisches schon ein bisschen aufgebläht ist, oder die Dose schon Wölbungen aufweist, dann werfe das Fleisch besser direkt weg. Bitte geh da kein Risiko ein.

Nachdem Dein Hund aufgefressen hat, wasche seinen Fressnapf direkt aus, oder gib ihn direkt in die Spülmaschine. Empfehlenswert sind Fressnäpfe aus Keramik.

Auf BARFEN umsteigen – Was muss ich beachten?

Empfehlenswert ist eine langsame Umstellung von Hunde Fertigfutter auf die BARF-Methode, damit sich Dein Hund an das neue rohe Fleisch, Obst und Gemüse gewöhnen und einstellen kann. Vier bis sechs Tage solltest Du für eine BARF-Umstellung einplanen. Am ersten Tag füttert man am besten ¾ des alten Fertigfutters und ¼ des BARF-Futters. Von Tag zu Tag wird dann das Verhältnis langsam verlagert, bis Dein Hund nur noch das neue Rohfutter frisst. Aber mische nie innerhalb einer Mahlzeit Trockenfutter oder Nassfutter mit einer BARF-Mahlzeit. Dein Hund könnte durch verschiedene Verdauungsprozesse Magen-Darm-Probleme bekommen.

Zu Beginn der BARF-Umstellung greifst Du am besten auf leicht bekömmliche Fleischsorten zurück, wie zum Beispiel Pute oder Huhn. Wenn Du anfangs unsicher bist, dann kannst Du auch gegebenenfalls Fertig-BARF verwenden, das Du im BARF-Shop online bestellen, oder im Zoohandel kaufen kannst. Aber auch hier solltest Du auf hochwertiges Fertig-BARF zurückgreifen.

BARF-Fertigprodukte und BARF-Menüs

Für BARF-Anfänger, oder wenn einfach mal die Zeit fehlt, bietet der Handel zahlreiche Alternativen. Vielerorts kannst Du BARF-Menüs beim lokalen Metzger, oder in speziellen BARF-Shops kaufen. Ebenso bietet der Zoohandel immer häufiger BARF-Produkte an.

Wir haben Dir einige Beispiele aus dem Online-Handel zusammengestellt:

 

Bestandteile und Inhaltsstoffe des BARF-Menüs

Ein wichtiger Vorteil beim BARFEN ist, dass Du über Inhalt, Zusammensetzung und die Qualität des Futters selbst entscheidest. So hast Du die vollständige Kontrolle darüber, was Du deinem Hund zu fressen gibst. Mit verschiedenen BARF-Menüs kannst Du Deinem Hund zudem eine geschmackliche Vielfalt bieten.

Die Energielieferanten und Nährstoffe im BARF-Menü:

  • Proteine (Rohfleisch, Innereien)
  • Fette (Tierische oder pflanzliche Öle)
  • Ballaststoffe (Gemüse, Obst)
  • Vitamine (Fleisch, Fisch, Obst, Gemüse)
  • Mineralstoffe (Rohfleisch und Knochen)

Wie hoch ist der Energiebedarf meines Hundes?

Der Energiebedarf hängt vom Alter und der Aktivität Deines Hundes ab. Gehen wir von einem gesunden, mittelmäßig aktiven und ausgewachsenen Hund aus, benötigt dein Hund ca. 2 Prozent Gesamtfütterungsmenge seines Körpergewichtes.

Davon bestehen:

  • 70 – 90 Prozent aus tierischen Erzeugnissen (Rohfleisch, Innereien, Fisch)
  • 10 – 30 Prozent aus pflanzlichen Erzeugnissen (Obst, Gemüse, evtl. Kohlenhydrate)

Falls Dein Hund noch ein Welpe oder im Seniorenalter ist, oder gesundheitliche Probleme hat, solltest Du unbedingt mit Deinem Tierarzt abklären, ob sich die BARF-Methode für Deinen Hund eignet, in welcher Menge und mit welchen Inhaltsstoffen Du die BARF-Mahlzeit zusammenstellst.

Tipps zum BARFEN:

  • Rohfleisch ist der Hauptbestandteil der Hundeernährung
  • Auf gar keinen Fall rohes Schweinefleisch verfüttern
  • Innereien dürfen in kleineren Mengen regelmäßig verfüttert werden
  • Nur kaltgepresste, native, pflanzliche oder tierische Öle verwenden, d.h. keine raffinierten Öle hinzufügen
  • Nur rohe Knochen und in Maßen verfüttern. Anfangs nur weiche Knochen geben und am besten unter Aufsicht.
  • Keine fleischlosen Knochen verfüttern, denn sie können nur schwer verdaut werden und bleiben im schlimmsten Fall vor dem Magenausgang liegen, wenn sie nicht erbrochen werden können.
  • Gemüse und Obst sollte, bevor es in den Fressnapf Deines Hundes gelangt, auf jeden Fall püriert werden. Hunden fehlt genetisch ein Enzym, welches die Zellwände von Gemüse und Obst aufspalten kann. Daher müssen sie, am besten mit einem Mixer oder Pürierstab, zerstört werden.
  • Du solltest Deinem Hund nur reifes Obst geben, ansonsten kann es zu Unverträglichkeiten oder Vergiftungen kommen.
  • Kerne von Steinobst (z.B. Nektarinen oder Pfirsichen) entfernen. Sie enthalten Blausäure.
  • Obst und Gemüse sollte immer mit Ölen verfüttert werden, da viele enthaltene Vitamine fettlöslich sind und sonst nicht von Eurem Hund aufgenommen werden können.

Ratgeber Thema BARF und BARFEN

Eine Dose Hundefutter kaufen, öffnen und in den Hundenapf geben, ist denkbar einfach. BARFEN hingegen erfordert etwas Fachwissen zur gesunden Hundeernährung und Lebensmittelhygiene. 

Wir haben daher einige Ratgeber für Euch zusammengestellt:

Welche Fleischsorten darf ich beim BARFEN verwenden?

Muskelfleisch

BARF Muskelfleisch
  • Rinderfleisch: Sehr gut geeignet als Einstiegsfleisch
  • Kalbfleisch: Gutes Einstiegsfleisch, sehr mager und gut bekömmlich
  • Pferdefleisch: gut geeignet als Grundlage für Ausschlussdiäten, energie- und proteinärmer als Rindfleisch
  • Kängurufleisch: sehr saftig und eine gute Proteinquelle. Gut für eine Ausschlussdiät geeignet
  • Lammfleisch: Gut geeignet für allergische Hunde oder als Grundlage für eine Ausschlussdiät
  • Antilopenfleisch: Sehr fettarm und gut geeignet für Allergiker und eine Ausschlussdiät
  • Huhn, Truthahn bzw. Putenfleisch: Mager, sehr gut geeignet für leichtfuttrige Hunde

Innereien

BARF-Innereien
  • Rinderleber: enthält viel Eisen und Vitamin A,B2, B12, Biotin. Jedoch sollte man die Leber nicht zu häufig und nur in kleinen Mengen verfüttern, da eine Vitamin A Überversorgung zu gesundheitlichen Problemen führen kann.
  • Rinderlunge: Mager und fettarm. Gut geeignet für leichtfuttrige Hunde.
  • Rinderniere: Sehr eiweißreich und fettarm. Sollte nur ein- bis zweimal in der Woche verfüttert werden, da größere Mengen abführend wirken kann.
  • Hirschleber: Gute Alternative zur Rinderleber bei Allergiker. Enthält viele Vitamine und Mineralien, sollte daher nicht zu oft verfüttert werden; Gefahr einer Überversorgung.
  • Pferdeleber: Hoher Eiweißgehalt
  • Rindereuter: Sehr fett- und calciumreich. Gut geeignet als Ergänzungsmittel.
  • Rinderpansen: enthalten viele hochwertige Proteine, da vorverdaute Grünpflanzen der Rinder schon aufgeschlossen wurden. Für Hunde gut verträglich.
  • Lammpansen: enthalten viele hochwertige Proteine, Vitamine und Mineralstoffe. Gut geeignet für Allergiker Hunde
  • Getrockneter Rinderpansen: Sehr gut als gesundes Leckerli geeignet. Die wichtigen und hochwertigen Inhaltsstoffe gehen durch die Trocknung nicht verloren.

Knochen

BARF-Knochen
  • Knochen von Hirsch und Reh: Gut geeignet für Allergiker Hunde
  • Hirsch Markknochen
  • Pferdeknochen
  • Rinder Markknochen
  • Lammknochen: gut für Allergiker Hunde
  • Nackenknochen vom Kalb: Gut geeignet für Welpen und kleinere Hunderassen

Öle

Barf Öle
  • Fisch-Nachtkerzenöl
  • Leinöl enthält Omega-3-Fettsäure, Linolsäure, Ölsäure, jedoch wenig Vitamin E. Leinöl ist sehr empfindlich und sollte nicht erhitzt werden. Wirkt entzündungshemmend und ist gut für Fell und Haut des Hundes.
  • Olivenöl, bitte nur „Natives Olivenöl extra“ mit weniger als 1 Prozent Fettsäuren, das schonend gepresst wurde. Es enthält Linolsäure, Vitamine A und E, Eisen und Ölsäure.
  • Sanddornöl besteht aus 89 Prozent ungesättigten Fettsäuren, gesättigte Fettsäuren, Alpha-Linolsäure und Linolsäure sowie Vitamin E.
  • Sesamöl enthält 40 Prozent einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Linolsäure), geringe Menge von Vitamin E, Lecithin, Cholin, Phenole, Phytosterole, Inositol und Flavonoide. Durch seine Antioxidantien Sesamöl und Sesamolin wird es nicht ranzig. Das enthaltene Sesamin besitzt bakterizide, insektizide Eigenschaften.
  • Kokosöl besitzt unter anderen durch Laurinsäure antibakterielle, antimykotische und antivirale Wirkung. Kokosöl beinhaltet außerdem Calcium, Magnesium, Phosphor, Kalium, Kupfer, Zink und Eisen. Ebenso enthalten sind die Aminosäuren wie zum Beispiel Tryptophan, Lysin, Phenylalanin und Methionin. Durch die vielen wichtigen Inhaltsstoffe ist das Kokosöl sehr gut als Ergänzungsmittel bei der Rohfütterung geeignet.

Welche Obstsorten darf ich beim BARFEN verwenden?

Obst

Barf Obstsorten
  • Ananas enthält viele Enzyme und unterstützt daher die Verdauung Deines Hundes. Sie wirkt entzündungshemmend bei Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die Ananas ist behilflich bei der Fleisch-Eiweiß Aufspaltung und ist daher gut geeignet bei der Umstellung von Fertigfutter auf die BARF-Methode. Da die Ananas viel Fruchtsäure enthält, sollte sie jedoch nur in kleineren Mengen verfüttert werden. Wie bei allen Enzymhaltigen Obstsorten, sollte sie nicht zusammen mit Milchprodukten verfüttert werden. Die enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe sind Vitamin C, Kalium, Calcium und Magnesium. Sehr gut geeignet ist die Ananas für etwas dickere Hunde, da sie die Fettverbrennung ankurbelt. Besonders bekömmlich ist sie im sehr reifen Zustand.
  • Apfel sollte eine der wichtigsten pflanzlichen Komponente in einer BARF-Mahlzeit sein. Denn er enthält eine große Menge an wichtigen Nährstoffen wie zum Beispiel Pektin, Gerbstoffe, B Vitamine, Vitamin C, Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Eisen. Diese enthaltenen Nährstoffe unterstützen das Immunsystem Deines Hundes. Verfüttert sollten sehr reife Äpfel.
  • Bananen liefern eine große Menge an Vitamine aus der B-Gruppe, Phosphor, Selen, Kalium, Magnesium, Pantothensäure und Folsäure. Bananen wirken schützend auf die Magenschleimhaut, liefern schnell Energie und schützen vor einer Magenübersäuerung. Auch Bananen sollten sehr reif verfüttert werden.
  • Birnen wirken ähnlich wie Bananen einer Übersäuerung des Magens vor, da sie zu den Säure ärmeren Obstsorten zählen. Birnen besitzen viel Kalium, Calcium, Eisen, Phosphor und Kieselsäure. Jedoch können Birnen in größeren Mengen abführend wirken und sind entwässernd.
  • Brombeeren enthalten viel Vitamin C, Vitamin A, Kalium, Magnesium, Chlorid, Eisen und Kupfer. Brombeeren besitzen harntreibende, blutreinigende Wirkung und können bei leichten Durchfallerkrankungen helfen.
  • Erdbeeren enthalten sehr viel Vitamin C und Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Diese vielen Inhaltsstoffe in der Erdbeere wirken sich positiv auf die Verdauung aus, unterstützen die Gehirnleistung und verbessern die Wundheilung. Die Mineralstoffe Eisen, Magnesium und Calcium unterstützen Gelenke, Muskeln und Knochen. Erdbeeren sollten reif bis überreif verfüttert werden.
  • Heidelbeeren enthalten Gerbstoffe, die bei Durchfallerkrankungen helfen. Außerdem besitzen sie viel Vitamin C, Vitamin B6, Eisen, Mangan und Schwefel. Heidelbeeren können frisch oder getrocknet verfüttert werden.
  • Himbeeren sind Lieferanten von Calcium, Magnesium und Vitamin C. Sie helfen bei Gelenkschmerzen oder Magen-Darm-Beschwerden. Himbeerblättertee kann als Teeaufguss bei trächtigen Hündinnen die Geburt erleichtern. Bei laktierenden Hündinnen wird der Milchfluss durch den Himbeertee unterstützt und er kann zyklusregulierend wirken und eine Scheinschwangerschaft vermindern.
  • Mandarinen liefern genau wie Orangen sehr viel Vitamin C, Calcium, Phosphor, Magnesium und Schwefel. Auch Mandarinen und Orangen sehr reif verfüttern.
  • Melonen sind neben der vielen enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente aufgrund des hohen Wassergehaltes eine tolle Ergänzung des Rohfleisches im Futternapf. Gerade im Sommer, wenn Dein Hund viel Wasser benötigt ein tolles Obst, was als zusätzliche Wasserquelle verfüttert werden sollte.

Welche Gemüsesorten darf ich beim BARFEN verwenden?

Gemüse

Barf Gemüsesorten
  • Blumenkohl enthält Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium. Gekocht ist Blumenkohl etwas besser verträglich als roh.
  • Eisbergsalat enthält eine große Menge an Mineralstoffen wie zum Beispiel Magnesium, Kalium, Eisen, Zink, Mangan und Fluorid. Haben wenig Kalorien und viel Vitamin A, Vitamin K, Vitamin B, Folsäure. Daher sollte der Eisbergsalat neben Möhren häufig in einer BARF-Mahlzeit enthalten sein.
  • Endiviensalat enthält viel Vitamin A, B-Vitamine, Folsäure, Vitamin E und Vitamin K. Ebenso enthalten sind Fluorid, Calcium, Phosphor, Natrium, Magnesium und Aminosäuren. Endiviensalate können als Basisgemüse verfüttert werden.
  • Feldsalat verfügt über eine hohe Menge an Mineralstoffe wie Calcium, Chlorid, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel und ist daher einer der gesündesten Salate. Außerdem verfügt er über eine hohe Menge an Spurenelemente und Vitaminen.
  • Kopfsalate beinhalten große Mengen von Vitamin A, Vitamin B, Beta-Carotin, Vitamin E, Vitamin K sowie Kalium, Fluorid, Kupfer, Eisen und Zink
  • Fenchel enthält Calcium, Magnesium, Phosphor, Natrium, Schwefel und Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B, Vitamin K und Vitamin A
  • Gurken besitzen neben einem hohen Wasseranteil eine hohe Menge an Kalium, Calcium und Magnesium, sowie Melatonin. Da die Gurke eher geschmacklos ist, könnt Ihr sie gut als Basis-Gemüse verfüttern. Bei Gurken solltet Ihr darauf achten, dass Ihr Bio-Gurken verwendet, da die meisten Mineralstoffe unter der Schale sitzen und Ihr sie dann mit Schale verwenden könnt.
  • Kürbisse enthalten viele Vitamine, Kalium, Zink, Magnesium und Eisen. Sie stärken positiv das Immunsystem und ist entzündungshemmend.
  • Möhren besitzen eine hohe Menge an Ballaststoffe, fettlöslichen Beta-Carotin, Folsäure, Pektin und Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Phosphor. Die ätherischen Öle haben einen positiven Effekt auf Magen und Darm. Die Möhre zählt zu den wichtigsten Gemüsesorten beim BARF-Ernährungskonzept.
  • Zucchinis sind Lieferanten für eine hohe Menge an Ballaststoffen, Kalium, Calcium, Phosphor, Natrium, Eisen und Vitamin A und C. Sie sind kalorienarm, leicht verdaulich und geschmacksneutral und können gekocht und auch roh an Deinen Hund verfüttert werden.

Zum Schluss noch eine Expertenmeinung zum Theme Barfen:

Weiterführende Links zum Thema Barfen für Hunde:

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