6 Grundregeln zur optimalen Hundeernährung

Eine ausgewogene und individuell abgestimmte Hundeernährung ist die Grundlage für ein langes und gesundes Hundeleben.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf du achten solltest.

Neben Katzen zählen Hunde zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland und sind die besten Freunde der Menschen. Uns liegt die Gesundheit unseres Hundes sehr am Herzen und daher achten wir darauf, dass unser Hund ein qualitativ hochwertiges und artgerechtes Hundefutter erhält. Dir geht es bestimmt genauso?!
Damit Dein Hund auch lange Dein treuer Begleiter bleibt, benötigt er bestimmte lebensnotwendige Nährstoffe, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine. Zusätzlich musst Du bei der Hundenahrung auch auf die individuellen Bedürfnisse Deines Hundes achten: ist er noch ein Hundewelpe, hat er eine Allergie, eine Krankheit oder befindet er sich schon im Seniorenalter. Genau wie beim Menschen, ändern sich im Laufe der Zeit auch die Bedürfnisse Deines Hundes an die Ernährung.

Nicht nur was gefüttert wird ist wichtig für Deinen Hund, sondern auch wie. Denn Hund ist nicht gleich Hund. Wie oft und wann Du Deinen Hund fütterst, hängt von der Größe, dem Alter und der Rasse Deines Vierbeiners ab.

Das alles haben wir für Dich in einfachen und übersichtlichen 6 Regeln der Hundeernährung zusammengefasst:

Regel 1 - Regelmäßige Fütterung

Lillidog Ratgeber - 6 Regeln der optimalen Hundeernährung - Regel 1 - regelmäßige Fütterung

Für einen mittelgroßen Familienhund ist es am besten, ihn einmal täglich und zwar immer zur gleichen Zeit zu füttern. Sehr kleine Hunde oder sehr große Hunde, wie Chihuahuas oder Doggen, ist es besser, sie zweimal täglich zu füttern. Die kleinen Hunde verbrauchen trotz Ihrer geringen Größe viel Energie. Große Hunde, haben einen verhältnismäßig kurzen Verdauungstrakt und vertragen daher mehrere kleinere Mahlzeiten täglich besser. Auch besonders aktive Hunde, die viel Leistung erbringen, können mehrere Mahlzeiten gut vertragen.

Aber nicht nur die Größe des Hundes ist bei der Hundeernährung zu beachten. Trächtige Hündinnen sollten auch ab der zweiten Schwangerschaftshälfte mehrmals am Tag gefüttert werden, da die Welpen sehr viel Platz im Bauch einnehmen. Im Magen bleibt daher weniger Platz für das Hundefutter. Säugende Hündinnen verbrauchen sehr viel Energie für die Milchproduktion, daher solltest Du auch Hundemamas mehrmals am Tag mit Hundefutter versorgen.

Wichtig ist, dass Du das Hundefutter möglichst immer zur gleichen Tageszeit Deinem Hund gibst. Nicht nur, dass sich der Verdauungstrakt auf die Mahlzeiten einstellen kann und das Hundefutter dadurch besser vom Hund vertragen wird, auch eine erzieherische Wirkung stellt sich ein. Bei festen Futterzeiten hört Dein Hund bald auf zu betteln. Voraussetzung ist, dass Dein Hund zwischendurch nicht zu viele Hundeleckerlies von Dir erhält.

Regel 2- Richtige Temperatur des Hundefutters

Es gibt viele verschiedene Meinungen für eine optimale Hundeernährung. Wenn es Nassfutter oder Rohfutter (BARF) sein soll, darf es nicht zu kalt oder zu warm sein. Hunde vertragen das Hundefutter am besten, wenn es Zimmertemperatur hat. Achte bitte darauf, dass Du auch beim Nassfutter oder rohen Futter die Hygieneregeln einhältst, denn bei der Zubereitung können schnell Bakterien entstehen.

Wenn Du die Lagerungsregeln beim Trockenfutter beachtest und es nicht in der Garage oder auf dem Balkon lagerst, ist es sehr unwahrscheinlich, dass bei der Fütterung mit Trockenfutter etwas schief geht.

Regel 3 - Pause nach der Fütterung

Lillidog Ratgeber - 6 Regeln der optimalen Hundeernährung - Regel 1 - Pause nach der Fütterung

Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten sollten direkt nach dem Fressen vermieden werden. Denn Dein Hund braucht Zeit für seine Verdauung, um die wichtigen Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen zu können.

Gönne Deinem Hunde eine Verdaungspause und verschiebe den Spaziergang auf einen späteren Zeitpunkt.

Regel 4 - Viel Flüssigkeit

Viel Flüssigkeit

Wenn Du Deinem Hund Trockenfutter gibst, dann benötigt er besonders viel Wasser, denn das Trockenfutter enthält nur etwa 10% Feuchtigkeit. Aber auch bei allen anderen Futterkonzepten sollte Deinem Hund immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stehen. 

Bitte gib ihm nichts anderes als Wasser zum Trinken, andere Getränke sind i.d.R. gesundheitlich schädlich für Deinen vierbeinigen Freund.

Regel 5 - Hundeernährung dem Alter anpassen

Lillidog Ratgeber - 6 Regeln der optimalen Hundeernährung - Regel 5 - altersgerechte Ernährung

Die beinah wichtigste Regel zur Hundeernährung:
Im Laufe des Hundelebens ändert sich die Bedürfnisse Deines Hundes.
Insbesondere für Welpen und ältere Hunde solltest Du einige Besonderheiten beachten, die wir für Dich zusammengefasst haben:

Hundeernährung für Welpen

Welpen unter zwei Monaten sollten zwischen vier und sechs Portionen Hundefutter täglich erhalten. Ab zwei Monaten solltest Du die Mahlzeiten langsam auf vier Portionen pro Tag reduzieren. Zwischen drei und vier Monate kannst Du die Mahlzeiten dann auf zwei Mahlzeiten verringern. Falls Euer kleiner Welpe jedoch einmal eine Portion Hundefutter nicht ganz auffrisst, entferne aus hygienischen Gründen das restliche Hundefutter aus dem Napf.

Generell gilt bei Welpen:
beobachte Deinen Welpen, wie viel er frisst und passe die Futtermenge gegebenenfalls an. Verwende altersgerechtes Welpenfutter mit den wichtigen Nährstoffen, die Dein Hund in dieser Lebensphase für sein Wachstum benötigt. Große Hunderassen sind erst nach ein bis zwei Jahren ausgewachsen. Daher solltest Du, falls Du einen großen Hund besitzt, ihn bis zu diesem Alter auch mit einem Welpenfutter, speziell für große Hunderassen, füttern.

Weitere Informationen über die spezielle Ernährung von Welpen erfährst Du hier.

Hundeernährung für ältere Hunde

Ist Dein Hund schon im Seniorenalter, benötigt auch er ein spezielles, für seine Bedürfnisse ausgerichtetes Hundefutter.
Der Stoffwechsel von älteren Hunden verändert sich. Dein Hund wird ruhiger und die Bewegung nimmt ab, daher verbraucht er auch weniger Kalorien. Sein Energiebedarf sinkt. Falls dann Dein Hund weiterhin so viel futtert, beziehungsweise gleichviel zu Fressen bekommt wie zuvor, setzen sich schnell Speckrollen an. Dieses Übergewicht kann zu einer Verringerung seiner Lebensqualität führen, weil zum Beispiel seine Gelenke mehr Gewicht tragen müssen, und das zu starken Schmerzen führen kann.

Das spezielle Senioren Hundefutter ist genau auf die Bedürfnisse Deines älteren Hundes ausgerichtet. Es beinhaltet zumeist weniger Kalorien bzw. Fett und mehr Ballaststoffe. Ballaststoffe machen länger satt und sind für den Darm gut. Zusätzlich beinhalten Senioren-Hundefutter wichtige Vitamine und Spurenelemente, die das Immunsystem unterstützen.
Sollte Dein Seniorenhund unter Appetitlosigkeit leiden, kann das mit einer Krankheit zusammenhängen (zum Beispiel: Zahnschmerzen, Verlust des Geruchssinns, Nierenerkrankung, Übelkeit etc…). Falls diesen Zustand über einen längeren Zeitraum beobachtet, kläre das am besten mit Deinem Tierarzt ab.
Größere Portionen Hundefutter werden von älteren Hunden nicht mehr so gut vertragen. Daher gib ihm besser bis zu vier kleinere Portionen Hundefutter täglich. Ältere Hunde trinken häufig nicht mehr ausreichend. Sollte Dein Hund auch zu einem Trinkverweigerer gehören, dann ist es evtl. besser Nassfutter, anstatt Trockenfutter, zu geben, oder das Trockenfutter in viel Wasser einzuweichen.

Auf die spezielle Ernährung von Senior Hunden sind wir in einem separaten Beitrag im Detail eingegangen. Hier erfährst Du mehr.

Regel 6 - Abwechslung in der Hundeernährung

Wir kennen das von uns Menschen, wir wollen auch nicht jeden Tag dasselbe Essen zu uns nehmen. Das gilt auch für Hunde: Für mehr Abwechslung im Geschmack, könnt Ihr zu verschiedenen Geschmacksrichtungen des gleichen Herstellers wechseln. Vermeiden solltest Du allerdings den Hersteller ständig auszutauschen. Auch ist es ratsam nicht zwischen Trockenfutter und Nassfutter hin und herzuwechseln. Das kann, bedingt durch die verschiedenen Zusammenstellungen der Inhaltsstoffe, zu Verdauungsstörungen Deines Hundes führen.

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