Wusstest Du schon, dass Dalmatiner komplett weiß auf die Welt kommen?

Spätestens seit dem Disney Film „101 Dalmatiner“ kennt jeder die gepunktete Hunderasse, und sie sind beliebte Familienhunde geworden.

Aber Dalmatiner sind nicht von Anfang so außergewöhnlich gepunktet, denn Dalmatinerwelpen kommen komplett weiß auf die Welt. Erst nach ca. 10 bis 14 Tagen kommen die Punkte zum Vorschein.

Warum bekommen Dalmatiner ihre Punkte?

Dalmatiner sind große und meistens sehr schlanke Hunde. Ihr Fell ist entweder mit schwarzen oder braunen Punkten übersät. Verantwortlich für die Punktung ist das sogenannte Scheckungs-Gen, dass nicht nur bei Dalmatinern vorkommt, sondern auch bei anderen Tieren, zum Beispiel Katzen.

An manchen Stellen des Körpers fehlen die Melanozyten, das sind Zellen, die den Farbstoff produzieren. An anderen Körperstellen sind sie allerdings enthalten, sodass die eigentliche Fellfarbe zum Vorschein tritt. Dalmatiner haben also eigentlich kein weißes Fell mit braunen oder schwarzen Punkten, sondern sie besitzen ein braunes oder schwarzes Fell mit weißen Flächen um die Punkte herum. Erst nach einem Jahr sind die Punkte so ausgebildet, dass sie sich nicht mehr verändern.

Die Herkunft der Dalmatiner

Die ersten Abbildungen von Dalmatinern wurden in ägyptischen Pharaonengräbern entdeckt. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass Dalmatiner aus Indien über Ägypten und Griechenland in den Mittelmeerbereich gelangten und von dort aus nach England und Frankreich eingeführt wurden. Woher der Name Dalmatiner genau stammt, ist bis heute unklar. Eine Theorie besagt, dass der Name Dalmatiner (engl. Dalmatian) aus der kroatischen Küstenregion Dalmatien abgeleitet wurde.

Warum wurde der Dalmatiner zum Feuerwehrmaskottchen in den USA?

Da Dalmatiner äußerst agil, schnell, ausdauernd und aktiv sind und sich gut mit Pferden verstanden, wurden sie im viktorianischen Zeitalter in England als Kutschenbegleithunde eingesetzt, die vor oder neben der Kutsche herliefen, um vor Räubern, Wildtieren oder andere Gefahren zu warnen.

Als in New York die Feuerwehr noch mit Kutschen durch die Straßen fuhren und keine Sirenen besaßen, wurde der Dalmatiner auch dort als Kutschenbegleithund eingesetzt. Sie liefen, oft auch mehrere gleichzeitig, mit lautem Gebell vor der Feuerwehrkutsche her, um die Passanten, als lebende Sirenen, vor der herannahenden Kutsche zu warnen und somit die Straßen frei zu machen. Neben der Begleitung von Kutschen, waren Dalmatiner auch noch zur Bewachung von den Feuerwehrgebäuden zuständig.

Bis heute sind Dalmatiner Maskottchen der Feuerwehren in der ganzen Welt, ganz besonders in den USA. Jedoch müssen die Dalmatiner heute nicht mehr vor dem Feuerwehrwagen herlaufen, sondern dürfen im Inneren platznehmen, wenn sie auf den Einsatz mitgenommen werden.

Der berühmteste Dalmatiner Feuerwehrhund war „Bessie of the Engine Company No. 39“ der New Yorker Feuerwehr. Sie besaß sogar ein Feuerwehrabzeichen am Halsband und einen kleinen Feuerwehrhelm aus Messing.

Seit 1951 ist „Sparky the Fire Dog“ das offizielle Maskottchen und der Botschafter der National Fire Protection Association.

Zum Wesen des Dalmatiner:

Der Dalmatiner ist ein freundlicher und offener Hund. Er eignet sich durchaus als Familienhund, solange er genug ausgelastet ist. Der Dalmatiner ist lernfähig und sehr sensibel und benötigt unmittelbaren Familienanschluss. Er sollte mit Liebe, Streicheleinheiten und Lob erzogen werden und nicht mit Strenge. Er benötigt sehr viel Auslauf und Beschäftigung und eignet sich sehr gut für verschiedene Hundsportarten, wie Suchspiele, Obedience, Clickern oder Dogdance.

Unterforderung des Dalmatiners kann zu einigen Problemen und Verhaltensstörungen führen. Daher solltest Du immer darauf achten, dass der lernfreudige Dalmatiner genügend beschäftigt ist.

 

Weitereführende Informationen zu dem Thema Dalmatiner:

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